Presseabteilung
Mitgliederversammlung 2026
Bild: Ehrung für 22 Jahre aktiver Schräcksli-Hästräger Robin Ficht, Präsident Andy Moser, ausgeschieden aus der Vorstandschaft Astrid Greiner und Heiko Rogge, wiedergewählt Vizepräsident Carlo Seger (von links) Nicht auf dem Bild die wiedergewählten Beisitzer Sylvie Moser und Julia Kälble
Präsident sparte nicht mit Lob an die Aktiven
Zwei Großereignisse im Vordergrund: Konzert der Mainzer Hofsänger mit dem Kosakenchor und dieJubiläumsfeier 3x11 Jahre Räbdroll/Narrenkeller voll besetzt bei der Jahreshauptversammlung/Schräckslizunft Diersburg wächst weiter.
Hohberg-Diersburg. „Ein herzliches Vergelts Gott der Vorstandschaft, jedem Einzelnen der Zunft, den örtlichen Vereinen und einigen Privatpersonen, die für die Verköstigung der vielen Gäste am Jubiläum sorgten. Das Ganze wurde in zahlreichen Besprechungen und Treffen koordiniert. Und jede/r, aber wirklich jede/r, hat zum Gelingen des Festes beigetragen. Eine einzelne Person hervorzuheben wäre nicht gerecht. Auch geht ein herzliches Dankeschön an die Katholische Pfarrgemeinde Niederschopfheim, die uns so tatkräftig beim Konzert unterstützt hat.“ Mit diesen Worten dankte Andreas (Andy) Moser, Präsident der Schräckslizunft Diersburg allen Beteiligten bei den zwei Großereignissen in der Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Narrenkeller.
Zu Beginn begrüßte Moser alle Anwesenden und stellte fest, dass der Narrenkeller in Kürze bald zu klein werde. Im Zuge der Totenehrung gedachte die Versammlung den Verstorbenen der Zunft im vergangenen Jahr.
Das Jahr 2025/26 war für die Zunft wieder voll gespickt mit Terminen während und außerhalb der
Fasnachtszeit, wie aus dem traditionell in Reimform gehaltenen Bericht der Zunftschreiberin Mareike Lipps zu hören war. Als Top-Ereignisse nannte sie die Zunftwanderung zum Hohberger
Heimatmuseum mit Abschluss am Schräcksli-Schuppen, das zum 23. Mal ausgetragene Beachvolleyball-Turnier mit 20 Mannschaften am alten Schwimmbad, das Jubiläum 3x11 Jahre
Räbdroll, den 47. Närrischen Dorfabend am Schmutzigen, der bei den Besuchern wieder großen
Zuspruch fand und das Adventskonzert der Mainzer Hofsänger mit dem Kosakenchor. Mit ihrem
Schlußsatz: „Ihr hänn’s gschafft, des wär minner Bericht jetzt gsi, ich bin erleichtert un schenk mir jetzt ä Schorli ih“ erntete sie großen Applaus für ihren umfangreichen Rückblick. Sie erhielt für ihre engagierte Arbeit einen Blumenstrauß von Vizepräsident Carlo Seger überreicht. In der Rückblende von Andy Moser ging er nach seinen Dankesworten noch einmal auf das Adentskonzert der Mainzer Hofsänger mit den Kosaken in der Kath. Kirche St. Brigitta in Niederschopfheim ein. Stehende Ovationen, tosender Applaus und lautstarke Zugabe-Rufe zeugten von einem außergewöhnlichen Konzert. Dies sei für alle Anwesenden sicher ein phantastischer Ohrenschmaus gewesen, von dem man noch lange erzählen wird. Das andere Ereignis war die Jubiläumsfeier 3x11 Jahre Räbdroll am 7. und 8.2. diesen Jahres. Ein Fest, das nach langem Einsatz und großer Hingabe ein voller Erfolg war. Es gab eigentlich keine nennenswerten Vorkommnisse, alle waren zufrieden und haben das Wochenende genossen. Möglich war dies aber nur durch die Mithilfe aller, so Moser.
Das Zunft - Organigramm ist mittlerweile auch fertiggestellt und füllt sich langsam mit Leben. Das ist auch so gewollt und wird weiterhin der Fall sein – personelle und strukturelle Veränderungen wird es immer wieder geben.Natürlich hakt es noch an manchen Stellen, aber im Zunftalltag wird es hoffentlich einiges an Erleichterung bringen.
In der Jugendarbeit geht es auch mit großen Schritten voran. Über das ganze Jahr hinweg finden
zahlreiche attraktive und abwechslungsreiche Aktionen für unseren Nachwuchs statt, der sich
erfreulicherweise stetig vergrößert. Dies wird besonders an der Zahl der Anwärter deutlich: Nicht weniger als 18 Personen treten zur Fasnachtseröffnung zur närrischen Taufe an.
Auch wies der Präsident auf die kommenden Veranstaltungen hin: Das Vater-Kind-Zelten im Rahmen der Hohberger Ferienfreizeit am 31. Juli und das traditionelle Beachvolleyball-Turnier am 1. August.
Des Weiteren wird es ein Helferfest für alle „helfenden Hände“ und Mitwirkenden am Räbdrolljubi am 4. Juli geben. Einladungen gehen noch zu.
Vorab einige wichtige Termine im Überblick:
Nachdem sich die Mainzer Hofsänger offen zeigten für eine nochmalige Einladung und vom „tollen Pulikum“ begeistert waren, fand man schon einen Termin.
- 20.11.2027 Konzert mit den Mainzer Hofsänger in der Gemeindehalle Diersburg
- 23.02.2030 Jubiläum 44 Jahre Stollebloser
- 07.-09.02.2031 Jubiläum 5x11 Jahre Schräcksli
Säcklimeister Martin Meier lieferte den Anwesenden explizite Zahlen zu den einzelnen
Veranstaltungen der Zunft. Daraus war zu entnehmen, dass die Veranstaltung am Fasnachts-Samstag rückläufig war, und die Anschaffung von Häs, Kostümen und eines Instruments doch zu Buche schlagen. Man wird für die Zukunft nicht umhin kommen, in verschiedenen Bereichen die Beträge zu erhöhen. Trotzdem steht die Zunft nach solidem Wirtschaften weiterhin auf gesunden Beinen.
Ihm wurde von Simon Gallus, der die Kasse zusammen mit Rosalie Seger geprüft hatte und 639
Buchungen vorfand, eine tadellos geführte, ordentliche und vorbildliche Kassenführung bestätigt. Die Entlastung des Säcklimeisters und der Gesamtvorstandschaft wurde daraufhin ohne Gegenstimme erteilt.
Zügig verliefen die Wahlen mit Wahlleiter Andreas Moser: Carlo Seger, Vizepräsident und die
Beisitzer Sylvie Moser und Julia Kälble wurden einstimmig wiedergewählt. Astrid Greiner und Heiko Rogge schieden als Beisitzer aus der Vorstandschaft aus. Von der Versammlung bestätigt wurden die Gruppenleiter bzw. Vertreter: Bei den Stollebloser Jonas Heizmann, bei den Schräcksli Dominic Schöpf, Elina Moser als Vertreterin bei der Räbdroll Gruppe, und Thomas Baumann bei den Kosaken.
Für 22 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Schräcksli–Gruppe wurde der stellvertretende
Oberschräcksli Robin Ficht mit Urkunde und Orden geehrt.
Unter dem Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge appellierte Andy Moser „Stoff“ für das
beliebte Narrenblättli auch unterm Jahr weiterzuleiten, um vor der Fasnacht nicht in Zeitdruck zu
geraten. Auch wies er darauf hin, sich Gedanken zu machen, wer in zwei Jahren diverse Posten
innerhalb der Zunft übernehmen könnte. Ehrenpräsident Jürgen Müller bedankte sich bei der
Vorstandschaft für die geleistete Arbeit. Nach vielen Wortmeldungen und Fragen aus der
Versammlung beendete Präsident Andreas Moser die Jahreshauptversammlung mit einem
„gediegenen Narri Narro“ und lud zum gemütlichen Zusammensein und Ausklang des Abends ein.
Autor: Michael Rieger
Vorfreude auf 3 x 11 Jahre Räbdroll Jubiläum
Bild: Die Aktiven der Räbdroll-Häsgruppe im Jubiläumsjahr. Seit der Gründung im Jahr 1993 mit 23 Personen wuchs die Anzahl auf 57 und zusätzlich 20 Kinder und Jugendliche.
Die Vorbereitungen für das 3 x 11jährige Jubiläum am 07. und 08. Februar in Diersburg befinden sich auf der Zielgeraden. Mehr als 1600 Hästräger aus nah und fern werden erwartet.
Hohberg-Diersburg. Die Vorfreude bei der Schräckslizunft in Diersburg auf das 3 x 11 jährige Jubiläum der Häsgruppe Räbdroll am 07. und 08. Februar 2026 ist bereits deutlich zu spüren. Große Unterstützung erhält die Zunft durch die Vereine, Gruppen, Privatleute und der Gemeinde Hohberg.
In den bisher ca. 30 durchgeführten Gremium Sitzungen wurden die anstehenden
Anforderungen akribisch abgearbeitet. Dies zeigte sich z.B. exemplarisch in der Sitzung über Verkehr und Sicherheit, bei dem die Gemeinde mit Bürgermeister Heck, Polizei Offenburg, Landratsamt, Feuerwehr Hohberg, DRK, THW über die Vorarbeit der Verantwortlichen der Zunft sehr angetan waren, wie Gesamtorganisationschef Heiko Rogge mitteilt. Dabei wird das Jubiläum nicht nur für die Schräckslizunft eine große Herausforderung, auch die örtlichen Vereine unterstützen die Zunft am Jubiläumsumzug mit Ständen und bereiten sich ihrerseits auf den großen Ansturm von Hästrägern und Besucher vor.
Am Samstag, 07.02. wird gefeiert. In der Gemeindehalle werden den Gästen abwechselnd Gardetänze präsentiert , diverse Guggenmusiken sorgen für Stimmung. Nach dem Programm spielt die Kapelle Celebrations, bekannt von ihren Auftritten am Schmutzigen Donnerstag, für Jung und Alt zum Tanz auf. Parallel dazu lädt das angrenzende Festzelt zu einer großen Narren-Party ein. DJane Rose verspricht einen bunten Mix aus Fasentsklassikern (Kölsch-Rock, Stimmungshits, NDW), aktuellen Partysongs, Schlagern und Party-Klassikern (Disco, Rock'n'Roll), oft mit Fokus auf gute Laune und Mitsing-Garantie, wobei der Stil je nach Publikum variiert – von „Viva Colonia“ bis zu modernen Party-Hits ist alles drin, sowohl zum Tanzen als auch zum passenden Ambiente.
Am Sonntag, 08.02. beginnen die Feierlichkeiten um 10.33 Uhr mit einer Narrenmesse (Wortgottesdienst). Für die Umrahmung sorgen der Kosakenchor und die Stollebloser der Schräckslizunft. Pünktlich um 14.01 Uhr steht alles im Zeichen des Jubiläums-Umzugs. Dabei wird Diersburg mit seinem schönen Ortskern und den vielen Zünften ein schönes Panorama bieten. Bereits seit Juli 2025 konnten keine Anmeldungen von auswärtigen Zünften mehr angenommen werden. Erwartet werden mehr als 1600 Hästräger aus der näheren Umgebung, aber auch zwei schwäbische Zünfte, die Herdhau-Hexen aus Wolfschlugen und eine Abordnung vom Narrenbund Neuhausen auf den Fildern. Beide übrigens über 160 km Anfahrtsweg.
Entlang der Umzugsstrecke werden Vereine und Gruppen die zahlreichen Gäste bewirten.
Für eine reibungslose An- und Abreise der Busse am Sonntag wird jeweils ein Einbahnverkehr durch das Dorf eingerichtet. Parkplätze für die Busse befinden sich bei der Leistenfabrik Stark in Zunsweier.
Für die Zunftoberen um Präsident Andy Moser bedeutet das Jubiläum eine echte Herausforderung, findet doch nur eine Woche später die Hauptfasent statt. Er wird dies aber sicherlich gut meistern, zumal er auf die tatkräftige Mithilfe seiner Aktiven, vielen Passiven und auch auf Helfer von benachbarten Zünften zählen kann.
Autor: Michael Rieger
Vorstellung und Taufe der neuen Aktiven bei der Schräckslizunft
Narrenkeller platzte fast aus den Nähten. Patenzünfte Späudi und Beiabsäger mit dabei.
Hohberg-Diersburg. Präsident Andreas (Andy) Moser musste sich im proppenvollen Narrenkeller Gehör verschaffen, um seine Begrüßung pünktlich beginnen zu können. Wusste er doch, dass nicht weniger als 21 Aktive vorgestellt bzw. getauft werden. Besondere Grüße richtete er an die die Abordnungen der Späudi aus Niederschopfheim mit ihrem Zunftvogt Tom Rapp und die Beiabsäger aus Hofweier mit Zunftmeister Gerd Bauert. Beide Zünfte fungieren als Paten bei dieser Zeremonie. Auch Familienmitglieder der jüngeren Neulinge und eine große Anzahl der Aktiven hieß Moser willkommen.
Taufwasser aus dem Dorfbach oder Brunnen
Traditionell schickte Oberschräcksli Dominic Schöpf die Anwärter mit Eimer bewaffnet aus dem Narrenkeller, um an einem Brunnen oder am Dorfbach das eigene Taufwasser zu besorgen. Der Taufzuber war von den „Taufmänner“ schon gerichtet, als die Neu-Schräcksli mit gefüllten Eimern zurückkamen. Zu jedem Täufling hatte der Oberschräcksli eine Episode parat, bevor Charlotte Hoog und Marie Hummel kopfüber in den Taufzuber getaucht wurden. Für Marius Sutor, groß, kräftig und schwer, hatten sich die Taufmänner etwas Besonderes einfallen lassen. Er musste sich in ein Planschbecken knien und wurde dann mit dem Kopf in den Zuber getaucht. Damit ihn das Taufwasser auch überall erreicht, kam auf seiner Rückseite eine Gießkanne zum Einsatz. Von Kopf bis Fuß nass, aber erleichtert, dass es vorbei war, überstanden alle die nasse Prozedur.
Die Schräcksli – Täuflinge, mittlerweile trocken und standesgemäß jetzt im Häs, mussten sich so manche Begebenheit von Linda Maassen, der Gruppenleiterin der Späudi anhören. Um die obligatorischen „Schnupftabak – Schüsse“ die Nase hoch kamen sie nicht herum, ebenso wenig, wie die Verantwortlichen der Schräckslizunft – und warum, nur, „dass das Hirn frei wird.“ Auch mussten sie den Späudi-Spruch: „Schni-Schna-Schnupftabak …“ aufsagen.
Auch Nachwuchsgarde, Hofgarde und Räbdroll mit Zuwachs
Romina Seger-Brucker, Elisa Klausmann und Christiane Brüderle stellten die „tanzenden“ Neuzugänge vor. Ida Gutmann, Mila Novak, Leonie Späth, Anna Kistner, Finja Huber tanzen künftig in der Nachwuchsgarde, sowie zum ersten Mal als männlicher Tänzer Raphael Benthin. Alle durften zum Neuanfang ein „Begrüßungs-Tütli“ in Empfang nehmen.
Milena Wälde und Jule Seger präsentierten die Neuen der Hofgarde: Lilli Palmer, Leni Winkler und Rosa Winkler. Alle drei erhielten ein bedrucktes Halstuch, zum Zeichen der Zunftzugehörigkeit.
Der neue Stollebloser Eric Schwendemann durfte sein Instrument, das Sousaphon, auf eine andere Weise nutzen. In den großen Trichter des Sousaphons wurde ein Getränk eingefüllt, das er bis auf den letzten Schluck zu „bewältigen“ hatte.
Nicht weniger als acht neue Hästräger wurden bei den Räbdroll aufgenommen. Sie bekamen von ihren Paten, den Beiabsäger, einen Riesentrichter angesetzt. Das eigens gewählte Getränk im Glas wurde über den Trichter so lange eingefüllt, bis alles geschluckt war. Meisterdroll Nils Benthin stellte Gregor Feißt, Dorina Wälde, Annabell Spitzmüller, Alina Bramser, Nele Bauer, Manuela Wolk, Dominik Wolk und Celine Polzin den Aktiven und Gästen vor. Auch die meisterten diese „Aufgabe“ unter Mithilfe des Schluckmuskels mit Bravour.
Nach guten Wünschen und Übergabe von kleinen Mäskli an die Neuen von den Paten und der Zunft, nahm Präsident Moser den Schwur ab, dem alle Folge leisteten. Die Aufnahme war damit mit Narri-Narro und großem Beifall besiegelt.
Für 11 Jahre Hästräger als Schräcksli ehrte Präsident Moser Rosalie Seger, Christiane Brüderle und Elisa Klausmann mit einer Urkunde und der Maskenübergabe, bevor die neu aufgenommenen Hästräger zu Speis und Trank einluden.
Bei guter Stimmung verging die Zeit viel zu schnell bis zur Abfahrt nach Hofweier zur gemeinsamen Fasenteröffnung bei der Guggemusik Gletscherfleh zum offiziellen Startschuss der Fasent-Saison durch die „Groß-Hohberg-Narrenzünfte“ (Hofweier, Niederschopfheim, Oberschopfheim und Diersburg).
Nach diesem Abend steigt bei den Aktiven die Vorfreude auf weitere Höhepunkte: Am 29.11.2025 Weihnachtskonzert der Mainzer Hofsänger mit dem Kosakenchor und dem
3 x 11jährigen Jubiläum der Häsgruppe Räbdroll am 07. und 08. Februar 2026.
Autor: Michael Rieger
Die "besondere" Taufe
Kinder mit ihren Vätern trotzten dem Wetter
Zum 27. Mal Vater-Kind-Zelten anlässlich der Hohberger Ferienfreizeit. Wenig Zelte und trotzdem hatten die Kinder Spaß
Hohberg-Diersburg. Dass die Narren auch außerhalb der Fasent flexibel sind, bewies dieSchräckslizunft beim beliebten Vater-Kind-Zelten anlässlich der Hohberger Ferienfreizeit zu Ferienbeginn. Die gesamte Woche über wurden die Wetteraussichten verfolgt, es kam trotz dem angesagten Regen nie der Gedanke auf wegen einer eventuellen Absage. Der anhaltende Regen ließ ein Grillen auf den vorbereiteten Grillwannen nicht zu, so dass die Verantwortlichen kurzerhand zwei Gasbräter im Zelt bereitstellten. Der Rauch im Zelt störte die Kinder offensichtlich nicht, sie waren sichtlich mit „Papas“ Grillgut inklusiv Beilage sehr zufrieden. Die Aufgaben, die die Kids an den einzelnen Stationen zu lösen hatten, schafften sie im Teamwork mit Bravour. Zur Belohnung durften sich die Kinder an der Schatzkiste mit Süßigkeiten bedienen, während sich die Väter am Lagerfeuer an einem Bierchen labten.
49 Kinder von 73 angemeldeten scheuten sich nicht trotz widrigen Umständen an der Veranstaltung teilzunehmen – Chapeau!
Wenn auch das Zeltdorf ein Minidorf war, so kamen zum Frühstück doch einige wieder auf die herrlich gelegene Schwimmbadmatt und wurden dort von der Zunft mit einem leckeren Frühstück versorgt, ehe sie den Heimweg antraten.
Autor: Michael Rieger
Stärkung am Grill
Spiel und Spaß
Belohnung zum Schluss
Diersburger Narren auch im Sommer aktiv
Auf Wanderschaft in heimischen Gefilden
Hohberg-Diersburg. Noch bevor die Aktiven der Schräckslizunft bei Arbeitseinsätzen für das Vater-Kind-Zelten anläßlich der Hohberger Ferienfreizeit und beim alljährlichen Beachvolleyball-Turnier gefordert sind, rief Präsident Andy Moser zu einer Zunftwanderung auf.
Frei nach Wolfgang von Goethe’s Zitat: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nach“, organisierte er eine Wanderung von Diersburg nach Niederschopfheim ins Heimatmuseum.
In der großen Hitze am vergangenen Wochenende waren alle froh, dass in der Nähe des Gasthauses Riedmühle ein Zwischenstopp eingelegt wurde.
Das Begleitfahrzeug mit Christina Moser versorgte die Wanderer mit Speis und Trank. Weiter ging es am Niederschopfheimer Rückhaltebecken, an der Huber-Mühle und an der Kirche vorbei, über die B 3 zum Ziel Heimatmuseum.
Dort wartete schon der 1. Vorsitzende des Historischen Vereins Lucien Mutzig und empfing die Gruppe mit launigen Worten. Nach einem kühlen Schluck führte Mutzig die Besucher über die zwei Ebenen des Museums und präsentierte die ca. 3000 Ausstellungsstücke aus allen Bereichen.
Vieles war zu erfahren über die Hohberger Heimatgeschichte und des Brauchtums. Kinder amüsierten sich über die historischen Utensilien z.B. in der Küche, während sichdie Erwachsenen auf alten Bildern aus Kindergartenzeiten erkannten. Auch die alten Schulbänke mit Vertiefung für das Tintenfässchen, Kreidetafeln und Rechenhilfen faszinierte die jungen Narren.
Auf dem Heimweg konnte die große Schar auf dem schönen Grundstück der Familie Kälble im Erlenbach nochmals Kraft tanken, bevor es wieder nach Diersburg zum Schräcksli-Schuppen ging, wo ein Flammenkuchen-Wagen auf die hungrigen Mäuler wartete. Mittlerweile im Schatten ließ es sich noch lange aushalten und nicht nur Präsident Moser war der Meinung,
dass diese Unternehmung für den Zusammenhalt förderlich war.
Autor: Michael Rieger
Zwischenstopp Riedmühle
Zwischenstopp Erlenbach
Abschluss am Schuppen
Mitgliederversammlung 2025
Großes Lob für die Aktiven vom Präsident
Kaum Veränderungen in der Vorstandschaft der Schräckslizunft Kommende Highlights: Konzert mit Mainzer Hofsänger am 29.11.25 und Räbdroll Jubiläum am 07.02. – 08.02.2026/Narrenkeller voll besetzt bei der Jahreshauptversammlung.
Hohberg-Diersburg. „Zuerst ein ganz herzliches Dankeschön an meine Vorstandskollegen und Kolleginnen. Nach nun zwei Jahren als Präsident muss ich sagen, mir ist um unsere Zunft nicht bange. Alle, egal aus welcher Gruppe, haben sich zum Wohle der Zunft eingebracht. Dafür ein großes, großes Lob an jeden Einzelnen.“ Mit diesen Worten dankte Präsident Andreas (Andy) Moser sämtlichen Aktiven in der Jahreshauptversammlung der Schräckslizunft im vollbesetzten Narrenkeller für deren geleistete Arbeit
Zu Beginn begrüßte Moser besonders die anwesenden Gemeinderäte Uwe Luchner-Heizmann und Klaus Riehle, die einheimischen Vereinsvertreter, sowie den Zunftvogt der Späudizunft Hohberg, Tom Rapp und Matthias Bayer, 1. Zunftmeister der Schelle-Hexe Hofweier.
Bürgermeister Andreas Heck entschuldigte sich wegen eines anderen Termins im Vorhinein beim Präsidenten.
Im Zuge der Totenehrung gedachte die Versammlung den aktiven Verstorbenen der Zunft im vergangenen Jahr.
Das Jahr 2024 war für die Zunft wieder voll gespickt mit Terminen während und außerhalb der Fasnachtszeit, wie aus dem in Reimform gehaltenen Bericht der Zunftschreiberin Mareike Lipps zu hören war. Als Top-Ereignisse nannte sie den 46. Närrischen Dorfabend am Schmutzigen, der bei den Besuchern großen Zuspruch fand und das zum 22. Mal ausgetragene Beachvolleyball-Turnier mit 20 Mannschaften am alten Schwimmbad. Sie erhielt für ihre engagierte Arbeit einen Blumenstrauß, genau wie die Ehegattin des Präsidenten, die so oft auf diesen verzichten musste.
In der Rückblende von Andy Moser erwähnte er außer den Dankesworten an die Aktiven die gut entwickelte Jugendarbeit. Mittlerweile hat die Zunft zwei ausgebildete Juleica-Kräfte, Sarah Benthin und Kim Stadel. (Jugendleiter*in-Card, sprich Juleica, ist der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in der Jugendarbeit). Sein Dank galt hierzu Sarah Benthin mit ihrem Team und auch für die Aktionen, die mit den Jugendlichen durchgeführt wurden.
Der Feuerwehr dankte Moser für die Bewirtung am Fasnachts-Sonntag auf dem Turnplatz.
Er wies auch auf die kommenden Veranstaltungen der Zunft hin. Das traditionelle Vater-Kind-Zelten im Rahmen der Ferienfreizeit der Gemeinde am 01. August, am folgenden Tag das Beachvolleyball-Turnier. Ein Novum in der Geschichte der Schräckslizunft wird ein gemeinsames Weihnachtskonzert der Mainzer Hofsänger zusammen mit dem Kosakenchor in der Kirche in Niederschopfheim sein, Termin 29.11.25. Der Kartenvorverkauf wird demnächst gestartet. Das 33-jährige Jubiläum der Räbdroll-Häsgruppe findet am 07 und 08.02.2026 statt. Die Planungen sind schon in vollem Gang.
Säcklimeister Martin Maier lieferte den Anwesenden explizite Zahlen zu den einzelnen Veranstaltungen der Zunft. Daraus war zu entnehmen, dass die vielen Veranstaltungen ein voller Erfolg waren, trotz der Anschaffung von diversen Stoffen für „Spättle“ zur Straßen-Deko. Viele Helfer für das Ausschneiden und Nähen ersparten der Zunft weitere Kosten, die nach solidem Wirtschaften auf gesunden Beinen steht.
Ihm wurde von Simon Gallus, der die Kasse zusammen mit Rosalie Seger geprüft hatte, eine tadellos geführte, ordentliche und vorbildliche Kassenführung bestätigt. Die Entlastung des Säcklimeisters und der Gesamtvorstandschaft wurde daraufhin ohne Gegenstimme erteilt.
Zügig verliefen die Wahlen mit Wahlleiter Carlo Seger: Andreas Moser, Präsident, Mareike Lipps, Zunftschreiberin und Martin Meier, Säcklimeister wurden einstimmig wiedergewählt, ebenso „en bloque“ die Beisitzer Benthin Sarah, Heizmann Björn, Moser Elina, Seger Benjamin, Seger Dagmar, Seger-Brucker Romina und Wölfle Marion. Jamie Greiner schied als Beisitzer aus. Von der Versammlung bestätigt wurden die Gruppenleiter bzw. Vertreter: Bei den Stollebloser Seger Jonas als Stellvertreter, für den ausgeschiedenen Spitzmüller Mike, bei den Schräcksli Ficht Robin als Stellvertreter, Benthin Nils als Gruppenleiter bei der Räbdroll Gruppe, Vertretung Rogge Heiko für die ausgeschiedene Greiner Jamie, Leiterin Hofgarde, Gutmann Nadine und Kosaken Herr Werner.
Für 22 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Schräcksli–Gruppe wurden in Abwesenheit Seger Svenja und Kälble Julia mit Urkunde geehrt.
Unter Punkt Wünsche und Anträge teilte Bürgermeister-Stellvertreter Uwe Luchner-Heizmann im Auftrag des Bürgermeisters mit, dass die Wettschulden vom Närrischen Dorfabend beglichen sind. Im Nebenraum stehen diese zur „Verköstigung“ in flüssiger Form, was die Anwesenden sichtlich erfreute.
Nach einer Stunde beendete Präsident Andreas Moser die Jahreshauptversammlung und lud zum gemütlichen Zusammensein und Ausklang des Abends ein.
Autor: Michael Rieger
Es ist angerichtet bei der Schräckslizunft
Die neuen Bändeli schmücken Diersburg
Frisch geschlagen wird der Narrenbaum aus dem Wald gefahren
Schon mitten in der Kampagne. Narrenbaum frisch geschlagen und fürs Schmücken vorbereitet. Das Dorf mit neuen Bändeli geschmückt. Der46. Närrische Dorfabend steht im Fokus
Hohberg-Diersburg. Eine einsame Zunftfahne an der Gemeindehalle weist seit dem Jugendnachmittag des Ortenauer Narrenbundes auf die Fasent hin. Doch seit Samstag wurde das Dorf mit neuen Bändeli regelrecht „aufgehübscht“, so dass jedem auffallen muss, dass die fünfte Jahreszeit in vollem Gange ist.
Aus einem wasserabweisenden Outdoorstoff in den Farben gelb, orange, rot, grün und blau wurden an mehreren Abenden im Narrenkeller mit einer extra angefertigten Schablone ca. 5600 einzelne „Spättle“ ausgeschnitten. Fünf Näherinnen aus den Reihen der Aktiven nähten diese dann mit einem starken Spezialgarn in unzähligen Stunden auf die 1,5 km lange Kordel.
Die Bändeli-Aktion wurde von der Zunft auch im Vorgriff auf das 33jährige Jubiläum der Räbdroll-Gruppe im kommenden Jahr in Angriff genommen.
Gleichzeitig war eine zweite Crew der Zunft am Samstag im Wald unterwegs, um den Narrenbaum zu schlagen. Der Baum wurde im Vorfeld bereits ausgesucht und auch der Standort lag nicht weit vom Dorf entfernt. Trotzdem dauerte es eine ganze Weile, ehe die bewährte Mannschaft aus dem Wald ausfuhr. Es wird vermutet, dass der urige Baum bereits vor dem Transport begossen wurde.
Dieser wird von Kindergartenkinder geschmückt, bevor er dann am 22.02. am Rathaus aufgestellt wird.
Die Proben für den 46. Närrischen Dorfabend am 27.02. haben schon seit Wochen begonnen. Man darf gespannt sein, was die Zunftverantwortlichen, vor allem die 120 Aktiven, in diesem Jahr auf der Bühne so alles präsentieren werden. So viel sei schon verraten, es wird wieder ein buntes Programm, für jeden Geschmack etwas dabei. Die Akteure freuen sich und werden auch dieses Mal ihr Bestes geben.
Termine schon seit Januar
Bereits seit dem 11.01. ist die Zunft unterwegs. Im benachbarten Zunsweier war man zu Gast bei den Buhneschäfe beim dortigen Hästrägertreffen, und eine Woche später beim 33jährigen Jubiläum der Fastnachtsvereinigung Bühlertal.
Tags darauf besuchten die Aktiven die Walterschwierer Wurzelbäre bei ihrem Bärentreiben. Am 25.01. war die Zunft als Gastgeber des Jugendnachmittags des Ortenauer Narrenbundes gefordert (wir berichteten).
Mit den Schorli-Waggis Hohberg feierte man am 01.02. in der Harmoniehalle in Niederschopfheim deren 33. Geburtstag. Beim ersten Umzug in Mietersheim gab die Schräckslizunft mit einer großen Anzahl der Aktiven und ihren beiden Wagen, dem Stollenwagen der Schräcksli und dem Räbdrollfaß ein tolles Bild ab.
Am kommenden Wochenende wird es für die Aktiven anstrengend, am Freitag, 14.02. Termin bei der Patenzunft, Höllteufel Reichenbach, zum alljährlichen Teufel holen auf dem Santis Claus, am Samstag Narrenbaumstellen bei den Knerbli Berghaupten und am Sonntag Teilnahme beim Rebland-Narrentreffen in Rammersweier. Am Montag, 17.02. wird das beliebte „Narreblättli“ in Diersburg verkauft.
Am Samstag, den 22.02. steht das Stellen des Narrenbaums am Rathaus an. Die Schräcksli werden aus ihrem Stollen befreit und die Räbdroll kommen aus den Reben. Zusammen ziehen sie dann, begleitet vom Musikverein und den kleinen und großen Narren Richtung Rathaus. Dort werden die Zunftoberen versuchen den Rathausschlüssel über die Fasnachtstage in ihre Hände zu bekommen. Anschließend geht’s im Narrenkeller „hoch“ her.
Der letzte Auswärtstermin steht am 23.02. an. Trotz der Bundestagswahlen findet in Oberkirch ein großer Umzug statt, wo auch die Schräckslizunft in voller Stärke präsent sein wird.
Jetzt beginnt die „Hochzeit“ der Fasent im Schräcksli- und Räbdrolldorf. Traditionell der Einmarsch aller Aktiven beim 46. Närrischen Dorfabend am Schmutzigen, Mitwirkende wie immer das Männerballett, Hofgarde und Nachwuchsgarde, die Stollebloser und natürlich die Kosaken, wie auch der Schräcksli Loschorer. Aber man darf auch auf neue Gesichter und Überraschungen gespannt sein. Begleitet wird das Programm von der bewährten Musikband „Celebrations“, die anschließend auch zum Tanz aufspielt. Eine Bar und warme Küche sorgen für das leibliche Wohl der Gäste.
Weiter geht es am Fasnachts-Samstag mit der 8. Schlagernacht, mit einer DJane. Diese wird ihr Bestes geben und auch in diesem Jahr für eine Mega-
Stimmung in der Gemeindehalle sorgen. Am Fasentsonntag findet der traditionelle Umzug der örtlichen Vereine und Gruppen statt. Klein, aber fein heißt die Devise, bei dem sich die Beteiligten mit Vorträgen am Turnplatz präsentieren.
Die Feuerwehr öffnet ihre Fahrzeughalle und versorgt die Gäste mit Essen und Trinken.
Am Rosenmontag sind große und kleine Kinder im Dorf unterwegs beim „Gäggili-Gäg“, Schnurren und Schnaigen den ganzen Tag. Auf dem Turnplatz bietet die Zunft an, sich kostenlos mit einer Suppe zu stärken. Am Fasent-Dienstag sind die Kinder dran. Ab 15.01 Uhr findet in der Gemeindehalle der 24. Kinder- und Jugendhock statt. Ein Programm von Kindern für Kinder und nicht nur für Kinder. Ein Kinder- und Jugendzunftrat führt durch das Programm. Abends wird sich die Stimmung trüben, wenn der Narrenbaum am Rathaus gefällt wird und Schräcksli und Räbdroll wieder ins Hintertal geführt werden. Nach dem Verbrennen der Fasent müssen die Schräcksli wohl oder übel in den Stollen und die Räbdroll in die Reben.
Abschließend Hock im Narrenkeller zum endgültigen finalen Schluck und dem ersten „S’geht degege“.
Autor: Michael Rieger
Diersburger Halle war proppevoll
Beim Kinder- und Jugendtag des Ortenauer Narrenbundes (ONB) gab es 30 Auftritte von verschiedenen Zünften und eine Menge zu sehen und zu hören. Worauf ONB-Chefin Silvia Boschert stolz war.
Hohberg-Diersburg. Die Gemeindehalle platzte am Samstag schier aus allen Nähten: Eine Menge närrischen Volks war gekommen, um die Auftritte der Narren des Ortenauer Narrenbundes (ONB 1981) zu genießen. Der Kinder- und Jugendtag war angesagt, er fand zum 23. Mal statt. Insgesamt gab es 30 Auftritte, meistens Tänze; sie reichten von Garde- über Show- bis zu Hästanz. Aber auch Brauchtumstanz war zu bewundern. Für die Ansagen im laufenden Programm zeichnete unter anderem Heiko Rogge von den gastgebenden Schräcksli als Moderator zuständig. Er ist Vorstandsmitglied der heimischen Zunft.
Kleine Garde
Und die Darbietenden? Da war so ziemlich alles vertreten, was im ONB Rang und Namen hat. Zuallererst die Schräckslizunft mit ihren Unterabteilungen, aber auch die kleine Garde der K. V. Rheinbischofsheim, die Korker Feuerhexen oder die Langhurster Mohren. Auch aus Willstätt und Renchen waren zum Beispiel jugendliche Vertreter der Zünfte mit dabei und wirbelten über die Bühne.
Michael Rieger von den Schräcksli berichtete stolz, man habe um 11 Uhr noch einmal nachstuhlen müssen. Auch das Foyer war gut gefüllt. Ein Hingucker am frühen Nachmittag war die ONB-Garde, die auf der Bühne zauberte. Anschließend verrieten die jungen Damen, woher sie kommen; so ziemlich aus allen Ecken der Ortenau, aus Kehl ebenso wie auch Renchen oder Oberachern. ONB-Chefin Silvia Boschert sagte: "Wir sind sehr stolz auf euch. Wo gibt es das schon? Ein Narrenbund mit eigener Garde." In der Pause boten die Schräcksli und Räbdroll eine Mitmachaktion an, die Kinder unternahmen zusammen mit den Hästrägern eine Polonaise durch die Halle und verausgabten sich auf der Bühne beim Piratentanz. Zum Finale versammelten sich die Kinder und Jugendlichen nochmals auf der Bühne und freuten sich über die Ballons, die von der Decke kamen. ONB Vizepräsident Mitglieder und Jugend, Ralf Burgmeier, bedankte sich bei den Mitgliedszünften für die Teilnahme am Jugendnachmittag. Sein Dank galt auch dem Gastgeber, der Schräckslizunft Diersburg, für die "hervorragend organisierte Veranstaltung". Moderator Heiko Rogge verabschiedete die Teilnehmer mit ihren Übungsleitern und Eltern nach fünf Stunden Programm. Ihm sei es nicht bange um die Fasnacht bei diesem Nachwuchs, wie er betonte.
Autor: Michael Rieger & Klaus Krüger
Neun Neuzugänge und Ehrungen bei der Schräckslizunft
Interne Taufe der „Neuen“ im Narrenkeller. Patenzünfte Späudi und Beiabsäger mit dabei.
Hohberg-Diersburg. Vor dem offiziellen Startschuss der Fasent-Saison durch die „Groß-Hohberg-Narrenzünfte“ (Hofweier, Niederschopfheim, Oberschopfheim und Diersburg) versammelten sich die Diersburger Narren im proppenvollen Narrenkeller zur traditionellen Taufe der Neuzugänge. Präsident Andreas (Andy) Moser begrüßte besonders die Abordnungen der Späudi aus Niederschopfheim mit ihrem Zunftvogt Tom Rapp und die Beiabsäger aus Hofweier mit Zunftmeister Gerd Bauert. Beide Zünfte fungieren als Paten bei dieser Zeremonie. Auch Familienmitglieder der jüngeren Neulinge und eine große Anzahl der Aktiven hieß Moser willkommen.
Täuflinge mussten Taufwasser selbst besorgen
„Zurück zu den Anfängen“, mit diesen Worten überraschte Oberschräcksli Dominic Schöpf die Neu-Schräcksli und erklärte, dass in früheren Jahren die Täuflinge mit eigens mitgebrachtem Diersburger Wasser getauft wurden, wenn die Taufe auswärts stattfand. So mussten die Anwärter mit Eimer bewaffnet den Narrenkeller verlassen und „an einem Brunnen oder am Dorfbach das eigene Taufwasser besorgen“, so Schöpf. Die „Taufmänner“ warteten schon, als die Neu - Schräcksli mit gefüllten Eimern zurückkamen. Der Oberschräcksli brachte von jeder/jedem so manche Episode ans Licht, ehe sie zur Taufe schreiten mussten. Kopfüber wurden sie in den Taufzuber getaucht, dann auf die Füße gestellt und zu ihrer Überraschung, direkt in den Zuber gesetzt. Triefend nass, von Kopf bis Fuß, aber erleichtert, dass es vorbei war, überstanden alle die nasse Prozedur.
Elina Klausmann und Nadine Gutmann, Leiterin der Hofgarde, stellten die „tanzenden“ Neuzugänge vor. Mia Litterst und Melina Wohlers tanzen künftig in der Nachwuchsgarde und Nele Meier macht ihr Probejahr in der Hofgarde. Alle drei erhielten ein bedrucktes Halstuch, zum Zeichen der Zunftzugehörigkeit.
Leonie Böhme und Natalie Niewann sind die neuen Hästräger bei den Räbdroll. Sie wurden vom Meisterdroll Nils Benthin vorgestellt und mussten sich auf eine ganz andere Taufe einlassen: Jeder Täufling bekam einen Riesentrichter angesetzt. Das eigens gewählte Getränk im Glas wurde über den Trichter so lange eingefüllt, bis alles geschluckt war. Auch dies meisterten die beiden mit Bravour.
Die Schräcksli – Täuflinge, mittlerweile trocken und im Häs, mussten sich so manche Begebenheiten von Linda Maassen, der neuen Gruppenleiterin der Späudi anhören. Um die obligatorischen „Schnupftabak – Schüsse“ die Nase hoch kamen sie nicht herum, ebenso wenig, wie die Verantwortlichen der Schräckslizunft – und warum, nur, „dass das Hirn frei wird.“
Nach guten Wünschen und Übergabe von kleinen Mäskli an die Neuen von den Paten und der Zunft, nahm Präsident Moser den Schwur ab, dem alle Folge leisteten. Die Aufnahme war damit mit Narri-Narro und großem Beifall besiegelt.
Für 11 Jahre Hästräger als Schräcksli ehrte Moser Alisa Kempf und Leonie Neitzel mit einer Urkunde, bevor die neu aufgenommenen Hästräger zu Speis und Trank einluden.
Bei guter Stimmung und Musik von den Stollebloser verging die Zeit viel zu schnell bis zur Abfahrt nach Niederschopfheim zur gemeinsamen Fasenteröffnung.
Autor: Michael Rieger
Mitgliederversammlung 2024
Mit bewährtem Team den nächsten Aufgaben entgegen
Kaum Veränderungen in der Vorstandschaft/Neu-Präsident Andreas Moser erfreut über zahlreichen Besuch der Jahreshauptversammlung.
Hohberg-Diersburg. Der Narrenkeller der Schräckslizunft Diersburg war mit 92 Anwesenden fast bis auf den letzten Platz besetzt, als Präsident Andreas Moser am vergangenen Freitag die Jahreshauptversammlung eröffnete. Er war sichtlich erfreut über das große Interesse der Zunftmitglieder. Besonders galten seine Grüße Bürgermeister Andreas Heck, den anwesenden Gemeinderäten, den einheimischen Vereinsvertreter, sowie dem Zunftvogt der Späudizunft Hohberg, Tom Rapp und Gerd Bauert, 1. Zunftmeister der Beiabsäger Hofweier. Im Zuge der Totenehrung gedachte die Versammlung den aktiven und passiven Verstorbenen der Zunft im vergangenen Jahr.
Der Bericht der Zunftschreiberin Mareike Lipps, wie immer in Reimform vorgetragen, zeigte deutlich die Aktivitäten und den Einsatzwillen der Aktiven während und außerhalb der Fasent. Zwei Highlights griff sie heraus, natürlich der 45. Närrische Dorfabend am Schmutzigen, der bei den vielen Besuchern wieder großen Anklang fand, und den Besuch von 19 Jugendlichen im Kiddy Dome in Schutterwald.
In der Rückblende von Andreas Moser, der am 28.04.2023 zum neuen Präsidenten gewählt wurde, bedankte er sich vor allem bei der Vorstandschaft und „Altgedienten“ für die Unterstützung in seinem ersten Jahr in dieser Funktion. Auch galt sein Dank der Feuerwehr, die am Fasnachts-Sonntag auf dem Turnplatz kurzfristig die Bewirtung übernahm. Im Ausblick erwähnte Moser das 33jährige Jubiläum der Räbdroll-Häsgruppe, das am 07. Und 08. Februar 2026 gefeiert wird. Hierzu wurden schon diverse Gremien gebildet.
Säcklimeister Martin Maier, ebenfalls neu im Amt, lieferte den Anwesenden explizite Zahlen zu den einzelnen Veranstaltungen der Zunft. Daraus war zu entnehmen, dass die vielen Veranstaltungen ausnahmslos ein voller Erfolg waren und die Zunft nach solidem Wirtschaften auf gesunden Beinen steht. Er befürwortete die Ausgaben für die Jugendveranstaltungen, „sie seien es wert“, so Maier.
Ihm wurde von Simon Gallus, der die Kasse zusammen mit Rosalie Seger geprüft hatte, eine tadellos geführte, ordentliche und vorbildliche Kassenführung bestätigt. Die Entlastung des Säcklimeisters und der Gesamtvorstandschaft wurde daraufhin ohne Gegenstimme erteilt.
Zügig verliefen die Wahlen: Carlo Seger wurde als Vize-Präsident einstimmig wiedergewählt, ebenso die Beisitzer Sylvie Förger, Astrid Greiner und Julia Kälble. Elisa Klausmann schied als Beisitzer aus. Von der Versammlung bestätigt wurden die Gruppenleiter bzw. Vertreter: Bei den Stollebloser Jonas Heizmann als organisatorischer Leiter und als Stellvertreter Mike Spitzmüller, Dominic Schöpf bei den Schräcksli, Robin Ficht als Stellvertreter. Nils Benthin wurde Gruppenleiter für Katja Stadel bei der Räbdroll Gruppe, kommissarische Vertretung für ein Jahr Heiko Rogge für Jamie Greiner.
Für 22 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Räbdroll–Gruppe wurden in Abwesenheit Sandra Eisenmann mit Urkunde geehrt, bei den Stollebloser Simon Schmider.
Bürgermeister Heck lobte die Veranstaltungen der Zunft und erwähnte dabei besonders das Abholen der Räbdroll und der Schräcksli aus dem Stollen, das ihn genauso beeindruckte, wie ihm auch von außerhalb Hohbergs zugetragen wurde. Er spürte beim Betreten des Narrenkellers die positive Stimmung, so Bürgermeister Heck, und sah nur lachende Gesichter. Sein Dank galt auch der Zunft für die große Unterstützung der betroffenen Familie nach dem tragischen Brandfall.
Nach einer knappen Stunde beendete Präsident Andreas Moser mit einem leisen Narri-Narro die Jahreshauptversammlung und lud zum gemütlichen Zusammensein und Ausklang des Abends ein.
Autor: Michael Rieger
45. Dorfabend der Schräckslizunft: Der König regiert in Diersburg
Mit einem überaus abwechslungsreichen Programm unterhielt die Schräcksli-Zunft am „Schmutzigen“ die Gäste in der voll besetzten Halle bestens. Welche Glanzpunkte die Akteure setzten.
Die Erwartungen des Publikums schienen besonders groß zu sein. Schon zwei Stunden vor Beginn des 45. Zunftabends der Schräcksli-Zunft bildete sich eine Warteschlange vor dem Einlass. Erst als nachbestuhlt wurde, gab es Platz für die 450 Besucher.
Große Begeisterung
Groß war die Begeisterung nach dem über vierstündigen Bühnenprogramm. Von sensationell bis fernsehreif reichten die Kommantare. Zwei Dutzend Programmpunkte sorgen für beste Laune und Stimmung in der Schräcksli-Halle. Fasent von Diersburgern für Diersburger wurde geboten. Über 100 Akteure beteiligten sich aktiv mit Darbietungen auf der Bühne. Von den Häsgruppen der Schräcksli und Räbdroll über die Hofgarde-Mädchen bis hin zu den Stolleblosern und dem Burgkosaken-Chor – alle trugen zum Erfolg des Zunftabends bei. Dass einem um die Zukunft der Zunft nicht bange sein muss, stellte das Narrenkind Anna Kälble nach der Begrüßung durch Oberzunftmeister Andreas Moser unter Beweis. „Kommt zur Schräcksli-Zunft und seid nicht dumm“, forderte die Zehnjährige bei der traditionellen Eröffnung. Dass die Schräckli familiär verbunden sind, bewies Narrenkind Anna. Denn Papa Carlo moderierte bestens gelaunt durch den Abend, und Oma Brunhilde stand mit den Gäggili-Frauen Ruth Rieger, Christel Beiser und Richardis Gutmann (Gitarrist Markus Braun) auf der Bühne. Das i-Tüpfelchen bot Opa Karl Kälble, dessen Geburtstag um Mitternacht für einige Minuten das Geschehen bestimmte. Die Zunft stellte ihrem Ehren-Oberschräksli einen Geburtstagsbaum in der Halle.
Beste Unterhaltung
Musikalisch sorgten der Kosakenchor mit fasnachtlichen Klängen für beste Unterhaltung. Mit dem Schlager „Du bist ein Wunder“ huldigten die Sänger die langjährigen Verdienste der Ortenauer Narrenbundspräsidentin Silvia Boschert. Boscherts Dankes-Küsschen heimste sich Chorleiter Peter Kupfer ein. Laut und fetzig gaben die Stollebloser Vollgas. Mit ihren Instrumenten heizten sie dem Publikum mächtig ein. Ein närrisches Jubiläum der besonderen Art begleitete den Auftritt von Michael Rieger. Bereits im 44. Jahr stand der Dauerbrenner und Stimmungsgarant in der Bütt. Scharfzüngig beklagte er als Loschorer die lästigen Gebühren für die „Pippiboxen“ auf den Autobahnraststätten.
Als König von Diersburg gab er sich beim zweiten Auftritt abermals überaus witzig. Als gnädiger Herrscher versprach er dem Narrenvolk pointenreich so manche Verlockung. Mehr als gelungen verlief die Premiere von Carlo Seger in der Bütt. Sein italienischer Akzent passte perfekt zu Pizzabäcker Francesco, der auf Umwegen zum stolzen Besitzers eines Ferrari wurde. Segers Premiere mit dem Solo-Auftritt kam bestens an. Das Publikum darf gespannt sein, ob sein Talent in der Bütt auch im nächsten Jahr wieder zur Unterhaltung beitragen wird. Kein gutes Haar an der Männerwelt ließen die beiden Hühner Katja Stadel und Eva Benthin.
Choreografisch anspruchsvolle Tanzeinlagen der Hofgarde waren einmal mehr mit sportlichen Akzenten gespickt. Auch hier zieht die Schräckslizunft schon die nächste Generation heran. Die als Barbie-Girls auftretende Nachwuchsgarde erntete ebenfalls viel Applaus.
Fast so geschmeidig schwebte das Männerballett über das Bühnenparkett. Den augenscheinlichen Höhepunkt bot die sexy Kuhherde aus dem Stampferzinken. Manch Zuschauer zeigte sich erstaunt, wie es sich in einem regelrecht aufgeblasenen Kuhgewand graziös tanzen lässt.
Autor: Frank Hansmann
Fasent-Spektakel in Diersburg
Schräckslizunft ruft die Räbdroll aus den finsteren Reben, die befreien die Schräcksli aus dem Stollen, dann ist das Rathaus dran und wird gestürmt. Hat die Gegenwehr etwas genutzt?
Hohberg. Mit einem urwüchsigen Spektakel beginnen am Samstag in Diersburg die tollen Tage. Die Räbdroll kommen dabei aus dem Weinberg und befreien die Schräksli, die seit Aschermittwoch im Diersburger Stollen ausharren. So jedenfalls geht die Sage. Der Ablauf ist bewährt.
Bunt ist’s, laut und ein großer Spaß vor allem für die Kinder. Die schauen gleich mal, noch ehe das ganze Spektakel losging, durch das alte Gittertor in den Stollen, aber es war niemand zu sehen. Derweil spielen die Stollebloser (Musikverein) flott auf.
Tor auf
„Wann kommen sie denn?“, fragt ein Junge in Hemdglunker. Seine Mutter weiß Bescheid: Wenn die Räbdroll das Tor aufschließen. Genau so kommt es. „Hört ihr nicht, dass sich was bewegt?“, fragt der neue Präsident Andreas Moser, die Kinder antworteten begeistert: „Jaaaaa!“ Auch Moser hatte sich zuvor begeistert gezeigt, dass so viele Kinder da waren: „Wunderbar.“ Die Räbdroll lassen nach solch verräterischen Geräuschen nicht länger auf sich warten und kommen aus den Reben, den dunklen Hang hinunter. Kurz darauf gibt es dann zeitweise helles Licht, unter anderem vom Feuerwerk. So kommen die Trolle besser voran. Schließlich hat die Menge sie erfolgreich aus dem Dunkel der Nacht gerufen.
Schräcksli in Hemdglunker stehen vor dem Stollen Spalier, manche mit Fackeln in der Hand und grüßen die erstaunliche Menge an Schräcksli, die aus dem Stollen kommen, nachdem die Räbdroll aufschlossen und ihnen ein Stück entgegenkamen.
Der Abstieg
Noch ein paar Musikstücke, schließlich der Abstieg. Es dauert eine ganze Weile, bis sich alle auf der Talstraße gesammelt haben, der Weg zum Stollen ist steil und nur nacheinander zu begehen. Nachdem der Letzte unten ist, geht die bunte Beleuchtung entlang des Pfades aus. Der närrische Lindwurm zieht zum Rathaus, an dessen Kopf das Versorgungsfahrzeug der Kosaken, einer weiteren Gruppe der Schräcksli, das die Narren mit geistigen Getränken versorgt. Am Steinbruch gesellt sich der Narrenbaum hinzu, den die Schräcksli am Rathaus aufstellen. Es ist ein ziemliches Trumm von Baum, es kostet Mühe, bis er steht. Andreas Moser sagt, die Gemeinde habe ihm versichert, der Balkon halte das aus (der Baum wird daran befestigt).
Danach gibt es noch die Kapitulation der weltlichen vor der Macht der Narren: Daniela Bühler, ihres Zeichens Bürgermeister-Stellvertreterin, versucht ein weiteres Mal ihr Glück, den Rathausschlüssel gegen die Schräcksli zu verteidigen. Und obwohl sie sich tapfer wehrt, gegen die List und Türe der Diersburger Gnomen hat sie letztlich keine Chance. Es bleibt also rundherum bei der Diersburger Tradition, auch hier am Rathaus, dass die Stellvertreterin den Schlüssel verteidigt und nicht Bürgermeister Andreas Heck selbst, der mit Gattin Claudia an diesem Spektakel teilnimmt.
Auch unter Andreas Moser, dem neuen Präsidenten, bleibt also das Spektakel wie es war – halt, nicht ganz: Der Tag hat sich seit dem Jahr 2023 von Mittwoch vor dem Schmutzigen auf den Samstag davor verlagert. Andy Moser erklärt auch, warum: Im Jubiläumsjahr 2023 gab es an genau diesem Mittwoch den Sturm des Hohberger Rathauses, die Schräcksli wechselten auf den Samstag. „Und das kam gut an“, so Moser. Also bleibt in Diersburg alles gut.
Autor: Klaus Krüger
Schräckslizunft lässt's krachen
Hohberg-Diersburg. Kaum hatten sich die Hl. 3 Könige verabschiedet, wurde die diesjährige, kurze Fasent eingeläutet. Die Zunft war am 06. Januar zu Gast bei der Nacht der Frösche in Weier, und eine Woche später bei der Rumple-Bumple-Nacht in Bohlsbach. Beim ersten Umzug in Schutterwald gab die Schräckslizunft mit einer großen Anzahl der Aktiven und ihren beiden Wagen, dem Stollenwagen der Schräcksli und dem Räbdrollfaß ein tolles Bild ab.
Die kommenden Termine gelten für die Zunft fast als Heimspiel, so ist man beim 44jährigen Jubiläum der Schelle Hexe Hofier an zwei Tagen zu Gast, genau wie am letzten Januar-Wochenende beim Jubiläum der Stänglihocker in Oberschopfheim.
Dazwischen freuen sich die Aktiven auf den Termin bei der Patenzunft, Höllteufel Reichenbach, zum alljährlichen Teufel holen auf dem Santis Claus.
Änderungen bei der Hauptfasent
Nun heißt es für die Aktiven die Kräfte zu bündeln, denn ab dem 29.01. geht es Schlag auf Schlag. An diesem Tag wird das beliebte „Narreblättli“ verkauft, das heuer zum 66. Mal erscheint. Am 02.02. und 03.02. wird die Halle dekoriert für die kommenden „Festtage“.
Nicht wie bisher am Tag vor dem Schmutzigen, sondern am Samstag, den 03.02. steht das Stellen des Narrenbaums am Rathaus an. Die Schräcksli werden aus ihrem Stollen befreit und die Räbdroll kommen aus den Reben. Zusammen ziehen sie dann, begleitet vom Musikverein und den kleinen und großen Narren Richtung Rathaus. Dort werden die Zunftoberen versuchen den Rathausschlüssel über die Fasnachtstage in ihre Hände zu bekommen. Anschließend geht’s im Narrenkeller „hoch“ her.
Am Schmutzigen präsentiert die Zunft ihren 45. Närrischen Dorfabend. Traditionell vom Einmarsch aller Aktiven bis zum großen Finale erwartet die Besucher wieder ein abwechslungsreiches Programm. So sind das Männerballett, Hofgarde und Nachwuchsgarde, die Stollebloser und natürlich die Kosaken am Start, wie auch der Schräcksli Loschorer, der sicher einiges ans Tageslicht bringen wird. Aber man darf auch auf neue Gesichter und Überraschungen gespannt sein. 120 Aktive, alle aus den eigenen Reihen, werden auch beim 45. Närrischen Dorfabend ihr Bestes geben. Begleitet wird das Programm von der Musikband „Celebrations“, die anschließend auch zum Tanz aufspielt. Eine Bar und warme Küche sorgen für das leibliche Wohl der Gäste.
Weiter geht es am Fasnachts-Samstag mit der 7. Schlagernacht, erstmals mit einer DJane. Diese wird ihr Bestes geben und auch in diesem Jahr für eine Mega- Stimmung in der Gemeindehalle sorgen. Am Fasentsonntag findet der traditionelle Umzug der örtlichen Vereine und Gruppen statt. Klein, aber fein heißt die Devise, bei dem sich die Beteiligten mit Vorträgen am Turnplatz präsentieren.
Neu in diesem Jahr: Die Prämierung der Wagen und Gruppen erfolgt direkt auf dem Turnplatz vor dem Narrenkeller. Dabei öffnet die Feuerwehr ihre Fahrzeughalle, auch der Narrenkeller ist zum gemütlichen Hock geöffnet.
Auch hier werden die Gäste mit Essen und Trinken bestens versorgt.
Am Rosenmontag sind große und kleine Kinder im Dorf unterwegs beim „Gäggili-Gäg“, Schnurren und Schnaigen den ganzen Tag. Auf dem Turnplatz bietet die Zunft an, sich kostenlos mit einer Suppe zu stärken. Am Fasent-Dienstag sind die Kinder dran. Ab 14.31 Uhr findet in der Gemeindehalle der 23. Kinder- und Jugendhock statt. Ein Programm von Kindern für Kinder und nicht nur für Kinder. Ein Kinder- und Jugendzunftrat führt durch das Programm. Abends wird sich die Stimmung trüben, wenn der Narrenbaum am Rathaus gefällt wird und Schräcksli und Räbdroll wieder ins Hintertal geführt werden. Nach dem Verbrennen der Fasent müssen die Schräcksli wohl oder übel in den Stollen und die Räbdroll in die Reben.
Abschließend Hock im Narrenkeller zum endgültigen finalen Schluck und dem ersten „S’geht degege“.
Autor: Michael Rieger
Jugend voran bei der Schräckslizunft
Interne Taufe der „Neuen“ im Narrenkeller. Patenzünfte Späudi und Beiabsäger mit dabei.
Hohberg-Diersburg. Nicht nur in den rheinischen Hochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf ist der 11.11. ein fester Bestandteil im Kalender der Narren. Nein, auch in Hohberg wird die fünfte Jahreszeit gefeiert. Die „Groß-Hohberger-Narrenzünfte“ (Hofweier, Niederschopfheim, Oberschopfheim und Diersburg) eröffnen schon seit Jahren gemeinsam die neue Fasent-Saison. Doch bevor die große Schar der Diersburger Aktiven mit dem Bus Richtung Hofweier fuhr, traf man sich im Narrenkeller zur traditionellen Taufe der Neuzugänge. Zu Beginn der Veranstaltung erinnerte Präsident Andreas (Andy) Moser an die kürzlich verstorbenen Aktiven Jürgen Benthin und Ralf Collatz. Er begrüßte besonders die Paten der Schräcksli, die Späudi, mit ihrem Zunftvogt Tom Rapp aus Niederschopfheim an der Spitze und die Beiabsäger aus Hofweier, Paten der Räbdroll mit Zunftmeister Gerd Bauert – in ihrer Funktion als „Geddel und Pfeddrig“ bei dieser Zeremonie immer vertreten. Auch viele Familienmitglieder der jungen Täuflinge und eine große Anzahl der Aktiven hieß Moser willkommen. Mit humorvollen Worten von den Leiterinnen der Nachwuchsgarde, Romina Seger-Brucker und Elisa Klausmann wurden die zierlichen Mädchen vorgestellt und mussten zur Taufe schreiten. Ihre Anspannung war sichtlich zu spüren, als sie den mit Wasser gefüllten Taufzuber und die bewährten „Taufmänner“ sahen, die auf ihren Einsatz warteten. Kopfüber wurden sie in den Taufzuber getaucht und als Zugabe, zu ihrer Überraschung, direkt in den Zuber gesetzt. Triefend nass, von Kopf bis Fuß, aber erleichtert, dass es vorbei war, überstanden sie die nasse Prozedur. Auch Raphael Benthin als Neuer in der Schräcksli-Guppe, durfte das nasse Element ein ums andere Mal genießen. Die Späudi als Paten, mit ihrer Sprecherin Anna Kienzle, brachte in ihrem Reim so manche Begebenheit von Raphael an den Tag. Anstelle seiner, musste sich Vater Stefan den obligatorischen Schnupftabak die Nase hochschießen lassen, „dass das Hirn frei wird“. Auch der Späudi-Spruch wurde dem Täufling abgefragt. Katja Stadel, Chefin der Räbdroll stellte dann ihre neuen Schützlinge vor: Sophia Bahl, Diane Bauer, Laura Ruhe und Amelie Siefert. Die Beiabsäger wählten eine andere Art der TaufZeremonie: Jede der Täuflinge bekam einen Riesen-Trichter angesetzt. Das eigens gewählte Getränk im Glas wurde über den Trichter so lange eingefüllt, bis alles geschluckt war. Allesamt bewiesen sie gute bis sehr gute „Schluckeigenschaften“. Nach guten Wünschen und Übergabe von kleinen Mäskli an die Neuen nahm Präsident Moser den Schwur ab, in dem es unter anderem heißt, „im nüchternen und berauschten Zustand den Gruppenleitern und Gruppenleiterinnen zu gehorchen und der Zunft die Treue zu halten“. Die Aufnahme war damit mit großem Beifall besiegelt. Für 11 Jahre Hästräger als Räbdroll ehrte Andy Moser Nicole Kistner, bevor die neu aufgenommenen Hästräger zu Speis und Trank einluden. Die Zeit verging und so manchem Narr fiel es schwer, den Narrenkeller bei guter Stimmung zu verlassen, als zum Aufbruch gerufen wurde, denn der Bus zur Fasenteröffnung nach Hofweier fuhr vor.
Autor: Michael Rieger
Schräcksli gratulieren zum 70. Geburtstag
70. Geburtstag und Hochzeitstag – wenn das kein Grund zum Feiern ist. Die Schräcksli - Hästräger der Schräckslizunft Diersburg, angeführt vom neuen Präsidenten Andreas, Andy Moser und dem Oberschräcksli Dominic Schöpf, ließen es sich nicht nehmen, ihrem „Urgestein“ und allseits bekannten Albert Sester zum 70. Geburtstag und zum Hochzeitstag zu gratulieren. Ein grün – rot geschmückter Baum, den Farben der Schräcksli wurde gestellt, der Schräcksli – Ruf ertönte und nach der Gratulationscour saß man gemütlich zusammen. Bei lustigen Episoden aus früheren Zeiten mit Speis und Trank ließ man den Abend bei herrlicher Aussicht vor seinem Anwesen langsam ausklingen.
Autor: Michael Rieger
Pressebericht von der JHV 2023
Die Schräckslizunft Diersburg blickte in ihrer Jahreshauptversammlung am 28.04.2023 auf das Jahr 2022/ 2023 zurück
Zunftpräsident Jürgen Benthin eröffnete die Jahreshauptversammlung und begrüßte alle Teilnehmenden mit einem traditionellen »Narri Narro«.
Benthin ging in seinem Bericht auf die Aktivitäten der Zunft im vergangenen Jahr ein. So fand das Vater-Kind-Zelten sowie nach 2-jähriger Pause das Beachvolleyballturnier endlich wieder statt.
Auch die Fastnachtseröffnung mit der zunftinternen Taufe konnte ohne Einschränkungen stattfinden, haben doch manche aktive Narren bereits 3 Jahre auf ihre Taufe warten müssen.
Die Schräckslizunft nahm vor Beginn der eigenen Dorffasent an zehn Veranstaltungen teil. Benthin findet es sehr schade, dass leider immer weniger Umzüge am Sonntag stattfinden, an denen sich die Zunft präsentieren kann.
Ein besonderer Höhepunkt der Dorffasent war der 44. Närrische Dorfabend, im Mittelpunkt hier das Jubiläum des Kosakenchors. Hier bedankte sich Benthin besonders bei Carlo Kälble, der besonders dazu beiträgt, dass der Abend immer ein voller Erfolg ist.
Benthin bedankte sich bei der Zunft sowie bei der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit und das Miteinander der letzten Jahre, da er das Amt des Präsidenten niederlegen wird.
Schriftführerin Mareike Lipps ließ ebenfalls das Jahr Revue passieren. In gewohnter Reinform verlas sie ihren Bericht über die Geschehnisse des vergangenen Jahres. Bei der Wahl wurde Mareike Lipps einstimmig wiedergewählt.
Säcklimeisterin Sandra Eisenmann trug ebenfalls ihren Bericht vor. Leider berichtete sie von einem Minus im vergangenen Geschäftsjahr. Dies ist auf die derzeitigen Preissteigerungen sowie auf außergewöhnliche größere Anschaffungen der Zunft zurückzuführen.
Für die ausgeschiedenene Säcklimeisterin Sandra Eisenmann wurde Martin Maier einstimmig als Nachfolger gewählt.
Eine einwandfreie Buchführung bestätigte Herbert Kimmig, der die Kasse mit Doris Wälde geprüft hatte und betonte die Wertschätzung, die die Schräckslizunft im Dorf genießt.
Für den Posten des Präsidenten ließ sich Andreas Moser aufstellen. Dieser wurde einstimmig gewählt und wurde von der Versammlung mit tosendem Applaus als neuer Präsident begrüßt.
Ebenfalls wurden die Beisitzer Dagmar Seger, Marion Wölfle, Romina Seger-Brucker sowie Benjamin Seger einstimmig wiedergewählt.
Als neue Beisitzer wurden Elina Moser, Sarah Benthin, Nils Benthin, Björn Heizmann, Jonas Seger sowie Heiko Rogge einstimmig gewählt.
Die Gruppenleiterin der Hofgarde, Nadine Gutmann, wurde von der Versammlung bestätigt.
Martina Rogge wurde aus dem Zunftrat verabschiedet.
Geehrt wurden Silvia Schwendemann, Heiko Rogge und Martina Rogge für 22 Jahre aktive Mitgliedschaft.
Vize-Präsident Carlo Seger verabschiedete Jürgen Benthin in der Versammlung. Benthin war seit 30 Jahren in der Vorstandschaft aktiv. Seit Gründung der Räbdroll war Benthin Meisterdroll, ab 2006 war er Vize-Präsident und das Amt des Präsidenten übte er seit 2015 aus. Mit einem personalisierten Geschenkkorb hat sich Carlo Seger im Namen der Zunft für das jahrelange große Engagement bedankt. Die Versammlung verabschiedete Benthin mit Standing Ovation und gebührendem Applaus.
Autorin: Mareike Lipps